Was ist Kies?

Als Kies werden kleine Gesteine von 2 bis 63 mm Durchmesser bezeichnet, die vom Wasser rund geschliffen wurden. In der Bautechnik werden Grobkies, Mittelkies und Feinkies unterschieden.

Kies und Sand sind die wichtigsten Rohstoffe der Bauwirtschaft mit entsprechend vielfältigem Verwendungszweck. Baukiese und -sande werden u. a. verwendet:

  • als Zuschläge für Beton (Beton besteht zu etwa 80 % aus Kies und Sand) z.B. für den Bau von Krankenhäusern, Schulen, Schleusen, Deichbefestigungen sowie Gehwegplatten, Kanalrohren und Eisenbahnschwellen.
  • im Straßen- und Wegebau (zur Herstellung von Betonfahrbahnen sowie für Frostschutzschichten und Tragschichten)

Um aus dem natürlichen Kies- und Sandgemenge einer Lagerstätte Baukiese und -sande zu produzieren, wird das Rohmaterial durch Waschen und Sieben aufbereitet.

Durch Sieben wird das gewonnene Material in unterschiedliche Korngrößenklassen (Kornfraktionen) aufgeteilt, die dann je nach Bedarf verwendet werden. Für fast alle Verwendungszwecke werden an Baukiese und -sande erhöhte Anforderungen gestellt, die durch DIN-Normen geregelt sind und der Überwachung unterliegen. Darunter fällt beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Taumittel, der Anteil an quellfähigen Bestandteilen organischen Ursprungs, der Gehalt an wasserlöslichen Chloriden oder der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen. [zurück]